Infoabend über die kommende Ortsplanung / Teilzonenplanrevision



Letzten Mittwoch Abend, den 28. Januar 2015, fand nach Immensee und Küssnacht nun in Merlischachen der dritte öffentliche Infoabend vom Bezirk Küssnacht über die kommende Ortsplanung statt.

Keine Neueinzonungen dafür relativ viele Umzonungen im ganzen Bezirk sollen zu rund 500 neuen Einwohnern in den nächsten Jahren verhelfen. Während in Küssnacht selber die meisten verdichteten Bauten vorgeschlagen werden, sind es in Merlischachen deren fünf, davon drei direkt am See.

Infoveranstaltung Teilzonenplan

Carole Mayor, André Guntern und Stefan Vögtli vom Bauamt Küssnacht. Im Hintergrund die Karte der Umzonungen von Merlischachen.

Folgende Umzonungen sind vom Bezirksrat für die kommende Teilzonenplanrevision vorgeschlagen worden:

Infoabend vom Bezirk Küssnacht über die kommende Ortsplanung

Die Karte mit den Vorschlägen für Umzonungen in Merlischachen.

M1: Unterbergiswil, M2: Scheune Unterbergiswil (Tourismuszone), M3: Linke Seite vom Seeplatz, M4: Stutzer/Husmatt, M5: Distillerie Räber

  • Im Gebiet Merlischachen Sumpf ist keine Umzonung geplant
  • Die Distillerie Räber soll zu einer höheren Wohnzone umgewandelt werden
  • Es werden keine neuen Gebiete eingezont

Offen ist noch die Gruppierung der einzelnen Umzonungsgebiete bei der Abstimmung. Es ist auch wahrscheinlich, dass pro Ortschaft (Merlischachen, Küssnacht und Immensee) abgestimmt werden kann. Die verschiedenen Umzonungen sollen noch dieses Jahr vor die Dezember Bezirksversammlung zur Abstimmung kommen.

Rege Diskussion vieler Teilnehmer

Nach der Präsentation fand eine Diskussionsrunde zwischen den Anwesenden und dem Bezirksrat statt. Einige Fragen und Stellungsnahmen (Auszug) aus dem Publikum welche das Dorf Merlischachen betreffen, waren folgende:

  • Infrastruktur/Kantonsstrasse:
    Wird die Infrastruktur in Merlischachen auch verbessert und nicht immer wieder vernachlässigt? Z.B. (Sicherheit Fussgängerstreifen, Verkehrsplanung Kantonstrasse, Kreisel Bahnhof-/Luzernerstrasse & Burgweg, Busbuchten, Veloweg Luzernerstrasse, Linksabbieger Luzernerstrasse, Renovation Bahnhof Merlischachen). Diese Themen wurden zur Kenntnis genommen. Für die Kantonsstrasse “Luzernerstrasse” ist der Kanton verantwortlich. Anträge müssen direkt an Kanton gerichtet werden.
  • Öffentlicher Verkehr mit verbesserter Taktfrequenz
    Verbesserte Taktfrequenz des Linienbusses kostet den Bezirk gegen 300‘000 CHF pro Jahr. Diese Dienstleistung sollte auch genutzt werden, appellierte der Bezirksrat. Eine weitere Frage war die Verlängerung der VBL (Verkehrsbetriebe Luzern) Linie 24 von Meggen-Tschädigen nach Merlischachen. Gemäss Info vom Bezirksrat hat dies seitens VBL keine Priorität und findet keinen Anklang.
  • Wohnungen/Eigenheim für junge Familien und jüngere Bewohner
    In Merlischachen sind aktuell drei von fünf Umzonungen direkt am See liegend. Diese liegen wohl eher im bereits übersättigten Hochpreissegment. Was macht der Bezirk mittel- und langfristig gegen die Abwanderung von jüngeren Leuten und jungen Familien welche in Merlischachen keine vernünftig bezahlbare Wohnung oder Eigenheim finden können? Der Bezirksrat verweist dabei auf die Möglichkeit der Mitwirkung aller Bewohner welche demnächst stattfinden soll.
  • Verdichtetes Bauen vermindert den Wert der umliegenden Liegenschaften
    Verdichtetes Bauen hat auch Nachteile in Bezug auf den Wert für die umliegenden Liegenschaften. So sind für Gebäude-Schatzungen bis 15% des Wertes die Lage/Aussicht relevant. Dies würde durch Erhöhung/Verdichtung von umliegenden Liegenschaft merkbar abgewertet. Dies wurde zur Kenntnis genommen mit dem Vermerk auf die freie Marktwirtschaft.
  • Zusätzliche Umzonungen und deren Notwendigkeit
    Ein weiteres Votum war die Notwendigkeit der zusätzlichen Umzonungen generell. Es gibt momentan noch einige noch nicht ausgenützte Wohnflächen welche noch bebaut werden könnten. Dies wurde zur Kenntnis genommen.
  • Laute Kritik an die Ortsbildkommission und die Verhältnismässigkeit der Gestaltungspläne
    So wurde ein Beispiel im Sumpf genannt, wo das Balkongeländer eines Eigentümers gemäss Gestaltungsplan nicht aus Chromstahl bestehen darf. Bei einigen direkt umliegenden Nachbarn allerdings kam dieser Punkt nicht zu tragen. Da käme schon etwas Misstrauen auf, warum dies nicht für alle gleich gelte? Dies wurde zur Kenntnis genommen.

Die öffentliche Veranstaltung wurden nach diesen Voten gegen 21.30 Uhr geschlossen. Die ganzen detaillierten Dokumentationen und Informationen werden demnächst auf der kuessnacht.ch Webseite veröffentlicht.

Was denken Sie? Schreiben Sie weiter unten auf dieser Seite Ihren Kommentar und lassen Sie und andere Bewohner an Ihren Ideen und Anregungen teilhaben. 

Abbruch des alten Stalls ist rechtmässig



(Neue-LZ) Gegen des Abriss des alten Stalls auf der Burgmatt in Merlischachen wurde Beschwerde eingereicht. Diese hat der Regierungsrat nun abgewiesen. Damit wurde die Meinung des Bezirksrates, dass der Abbruch rechtmässig bewilligt ist, bestätigt.

Und im Inventar der historischen Ortsbilder der Schweiz (ISOS) sei die Scheune weder als schützenswerte Baute aufgeführt, noch sonst speziell erwähnt. Mit seinem Entscheid hat der Regierungsrat die vom Bezirksrat geäusserte Meinung, dass der Abbruch des Stalls rechtmässig erfolgt sei, bestätigt. Der Abbruchstopp gilt erst nach Rechtskraft des Regierungsratsentscheids als aufgehoben.

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/sz/schwyz/Abbruch-des-Stalls-ist-rechtmaessig;art96,437095

trutmann-muellhaufen

Foto: merlischachen.com

Vorläufiger Abbruchstopp für Scheune in Merlischachen (offizielle Info)

Nach rund einer Woche hat nun endlich auch der Bezirksrat eine offizielle Meldung zum Abbruch der Trutmann Scheune veröffentlicht:

Am vergangenen Dienstag wurde mit dem Abbruch der alten Scheune bei der Burgmatt in Merlischachen begonnen. Im Zusammenhang mit dem bereits bewilligten Ausbau des Burgwegs ist auch der Abbruch der Scheune rechtskräftig entschieden. Ein Einsprecher gegen das noch hängige Bauprojekt für die Überbauung Burgmatt hat beim Regierungsrat am Dienstag eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht, verbunden mit dem Antrag auf ein Abbruchverbot für die Scheune. Aufgrund der umfangreichen und widersprüchlichen Eingaben an den kantonalen Rechtsdienst war es diesem in der kurzen Zeit nicht möglich zu klären, ob der Abbruch zu Recht erfolgte oder nicht. Deshalb hat das Sicherheitsdepartement am Mittwochmorgen eine „Vorsorgliche Massnahme“ getroffen, und ein vorläufige Abbruchverbot erlassen. Die Parteien und der Bezirk sind nun eingeladen, die zur Klärung der Rechtslage relevanten Unterlagen einzureichen. Erst anschliessend wird der Regierungsrat über die Rechtmässigkeit des Abbruchs entscheiden.

http://www.kuessnacht.ch/de/portrait/aktuelles/aktuellesinformationen/?action=showinfo&info_id=256044

 

Alte Trutmann Scheune in Flagranti abgerissen

Wer am Dienstag morgen durch das Dorf Merlischachen fuhr staunte nicht schlecht als um 8 Uhr die Bagger der Firma Küttel auffuhren und die alte Scheune der Familie Trutmann abgerissen wurde. Pikant: Der Stall hätte noch in die Liste “Inventar der schätzenswerten Ortsbilder der Schweiz” (ISOS) aufgenommen werden sollen. So weit kam es nicht mehr.

Trutmann Stall Merlischachen

Trutmann Stall Merlischachen während der Abbrucharbeiten am 16.09.2014

 

Die Familie Trutmann bzw. die Zürcher Immobilienfirma Mobimo – welche schon des öfteren umstrittene Bauvorhaben an anderen Orten durchgeboxt hatte – haben in Windeseile die Abbruchbewilligung vom Bezirk Küssnacht erhalten und heute den Stall dem Erdboden gleichgemacht. Interessant ist auch die Tatsache, dass auf dieser neuen Überbauungsfläche “Burgmatt” noch rund 30 Einsprachen hängig sind. Weder die Nachbarn noch die Einsprecher wurden informiert und so war die Überraschung heute morgen gross – auch weil der Durchgangsverkehr nicht mehr gewährleistet werden konnte. Ein seriöser Eindruck und Professionalität eines Bauvorhabens sieht anders aus. Das Baugesetz wurde heute im Bezirk Küssnacht erneut mit den Füssen getreten – oder passender: Mit der Abrissbirne geschwungen.

Die Abbrucharbeiten dauern noch bis Ende diese Woche.
Es muss noch mit Verkehrsbehinderungen auf der Hauptstrasse zwischen Meggen und Küssnacht gerechnet werden.

scheune-abriss-resultatDie Abbrucharbeiten wurden vorerst gestoppt.

Was ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie unter “Kommentare” mit.

burgmatt-scheune

 

Südumfahrung PLUS deutlich angenommen

Die Pluralinitiative «Südumfahrung PLUS»; Abschnitt 2 von Urs Baumberger, Hans Brandenberg, Felix Höhn, Lenz Lothenbach, Hans Lüthold und Bruno Werder wurde mit 3377 JA Stimmen zu 1180 Nein Stimmen deutlich angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 58%.

„Südumfahrung PLUS“

Ja Nein Leer Ungültig
 Stimmen 3377 1180 115 3

 

Die Resultate der anderen eidgenössischen Volks-Abstimmungen lauten wie folgt:

„Gegen Masseneinwanderung“

Ja Nein Leer Ungültig
 Stimmen 2843 2260 38 0

Stimmbeteiligung: 62.67%

 

„Für den öffentlichen Verkehr“

Ja Nein Leer Ungültig
 Stimmen 2982 2083 51 0

Stimmbeteiligung: 62.37%

 

„Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“

Ja Nein Leer Ungültig
 Stimmen 1997 3091 38 0

Stimmbeteiligung: 62.49%

 

Anzahl Stimmberechtigte im Bezirk Küssnacht am 9. Februar 2014: 8203
Quelle: kuessnacht.ch

Dieses Wochenende:
Eidg. Volksabstimmung

Masseneinwanderung, Abreibungsfinanzierung und Ausbau der Bahn: Auf eidgenössischer Ebene kommen nächstes Wochenende (9. Februar) gleich drei umstrittene Vorlagen zur Abstimmung.

In Merlischachen können die Stimmzettel bis spätestens Sonntags 11 Uhr in die Wahl Urne beim Schulhaus (vis-a-vis Brunnen) hineingeworfen werden.

abstimmungs-wochenende

 

Beschwerde gegen Gesamtzonenplan gutgeheissen

Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat die Beschwerde gegen den Gesamtzonenplan gutgeheissen. Das heisst das Volk kann am 24. November nicht  zu den einzelnen Geschäften abstimmen, obwohl die Abstimmungsunterlagen bereits versendet wurden.

Der Bezirk Küssnacht verpasst nun die Chance über einzelne Geschäfte nochmals demokratisch abstimmen zu können. Statt wie am 9. Juni nur über eine Vorlage abzustimmen, hätten die Stimmberechtigten am 24. November 2013 die Möglichkeit erhalten, ihre Meinung zur zukünftigen Siedlungsentwicklung mit gleichem Inhalt, aber differenziert zum Ausdruck bringen zu können:

  • Gesamtzonenplanrevision: Änderung des Zonenplans, des Erschliessungsplans, des Baureglements und des Erschliessungsreglements
  • Umzonung „Distillerie Räber, Merlischachen“
  • Einzonung „Talweg, Küssnacht“
  • Einzonung „Vorderer Bürgenstock, Küssnacht“
  • Einzonung „Räbmatt, Merlischachen“

Damit wurden auch weitere Projekte zur Förderung vom preisgünstigen Wohnraum für Familien im Bezirk sowie die Chance um die Dorfkerne zu verdichten vom Verwaltungsgericht bzw. den Beschwerdeführern (vor allem der SP) vorzeitig beerdigt.

Stau an Meggerstutz Baustelle zwischen Merlischachen und Meggen wegen Lichtsignal

red. Heute Montag um 18 Uhr rollte der Verkehr zwischen Meggen und Merlischachen an der Meggerstutz Baustelle auf beiden Seiten für rund eine Stunde gar nicht mehr. Der Grund war nicht etwa ein Unfall, sondern zum wiederholten Mal eine falsch und unlogisch eingestellte Baustellen Ampel der Baufirma Marti. 

Stau in Merlischachen Meggen Baustelle

Stau mit Pattsituation an der Baustelle “Meggerstutz” zwischen Merlischachen und Meggen

An der Baustelle “Sanierung Hauptstrasse Meggen – Merlischachen” hat es heute Montag 18 Uhr für rund eine Stunde einen aussergewöhnlichen Stau gegeben. Der Grund war eine zu kurz eingestellte Grünphase der Baufirma Marti und ihrer Baustellen Ampel. Durch diese zu kurze Grünphase konnten nur jeweils knapp sechs Fahrzeuge die Baustelle passieren währenddessen von hinten jeweils mehr als doppelt so viele aufgeschlossen haben. Die Kolonne vor dieser Ampel staute sich somit länger als der vorhandene Platz und nach einer gewissen Zeit in die zweite Ampel derselben Baustelle rein. Der Verkehr verkeilte sich somit vollends und so gab es für rund 30 Minuten kein vor und zurück mehr.

Zwei Freiwillige regelten den Verkehr
Dank zweier heraneilender Freiwilligen – welche den Verkehr regelten und das Rätsel lösten – konnte die Situation verbessert und der Stau aufgelöst werden.

 

Ampeln sorgen bereits länger und regelmässig für unnötigen Stau

Allgemein ist die Baustelle nun seit mehr als einem Jahr mit regelmässig drei Ampeln nur eingeschränkt befahrbar. Die Grünphasen der ganzen Baustelle von der Baufirma Marti ist mit allen drei Lichtsignalen leider überhaupt nicht abgestimmt. Zu einer solchen misslichen Situation wie heute ist es aber bis jetzt zum Glück noch nie gekommen. Mit wenig Aufwand und etwas Logik könnte der Verkehrsfluss massiv optimiert werden. Ob die Lichtsignale noch für die letzte Bauphase bis ende Jahr noch richtig eingestellt wird, darf bezweifelt werden.

Abgelehnter Zonenplan kommt erneut vors Volk

Der Bezirksrat Küssnacht hält an seiner Absicht fest, den im Juni abgelehnten Zonenplan in aufgetrennter Form im November 2013 nochmals zur Abstimmung vorzulegen. Er ist überzeugt, dass dieses Vorgehen im Interesse vom ganzen Bezirk Küssnacht ist.

zonenplan-revision-merlischachen2013

Der Bezirksrat hat sich am Mittwoch nach ausführlicher Beratung zu diesem Vorgehen entschieden und die entsprechende Botschaft für die ausserordentliche Bezirksgemeinde vom 23. September 2013 verabschiedet. Statt wie am 9. Juni nur über eine Vorlage abzustimmen, sollen die Stimmberechtigten am 24. November 2013 die Möglichkeit erhalten, ihre Meinung zur zukünftigen Siedlungsentwicklung mit gleichem Inhalt, aber differenziert zum Ausdruck zu bringen. Es sind folgende fünf Einzelgeschäfte vorgesehen:

  • Gesamtzonenplanrevision: Änderung des Zonenplans, des Erschliessungsplans, des Baureglements und des Erschliessungsreglements
  • Umzonung „Distillerie Räber, Merlischachen“
  • Einzonung „Talweg, Küssnacht“
  • Einzonung „Vorderer Bürgenstock, Küssnacht“
  • Einzonung „Räbmatt, Merlischachen“.

Weitere Informationen und Details: http://www.kuessnacht.ch/de/portrait/aktuelles/aktuellesinformationen/?action=showinfo&info_id=218008

Abstimmung: Zonenplanrevision wurde abgelehnt

Das Küssnachter Stimmvolk sagt NEIN zum Erlass des Gesamtzonenplans im Bezirk Küssnacht.

Der Erlass des Gesamtzonenplans mit Änderung des Zonenplans, des Erschliessungsplans, des Baureglements und des Erschliessungsreglements für den gesamten Bezirk Küssnacht wurde mit 2100 NEIN-Stimmen (53.52%) zu 1768 JA-Stimmen (45.06%) und 56 Leerstimmen bei einer Stimmbeteiligung von 48.84% abgelehnt.