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Küssnacht SZ
Samstag, 5. Dezember 2020

Merlischachen SZ

Das Schwyzer Geraniendorf am Vierwaldstättersee
Start Behörden Alte Trutmann Scheune in Flagranti abgerissen

Alte Trutmann Scheune in Flagranti abgerissen

Wer am Dienstag morgen durch das Dorf Merlischachen fuhr staunte nicht schlecht als um 8 Uhr die Bagger der Firma Küttel auffuhren und die alte Scheune der Familie Trutmann abgerissen wurde. Pikant: Der Stall hätte noch in die Liste „Inventar der schätzenswerten Ortsbilder der Schweiz“ (ISOS) aufgenommen werden sollen. So weit kam es nicht mehr.

Trutmann Stall Merlischachen
Trutmann Stall Merlischachen während der Abbrucharbeiten am 16.09.2014

 

Die Familie Trutmann bzw. die Zürcher Immobilienfirma Mobimo – welche schon des öfteren umstrittene Bauvorhaben an anderen Orten durchgeboxt hatte – haben in Windeseile die Abbruchbewilligung vom Bezirk Küssnacht erhalten und heute den Stall dem Erdboden gleichgemacht. Interessant ist auch die Tatsache, dass auf dieser neuen Überbauungsfläche „Burgmatt“ noch rund 30 Einsprachen hängig sind. Weder die Nachbarn noch die Einsprecher wurden informiert und so war die Überraschung heute morgen gross – auch weil der Durchgangsverkehr nicht mehr gewährleistet werden konnte. Ein seriöser Eindruck und Professionalität eines Bauvorhabens sieht anders aus. Das Baugesetz wurde heute im Bezirk Küssnacht erneut mit den Füssen getreten – oder passender: Mit der Abrissbirne geschwungen.

Die Abbrucharbeiten dauern noch bis Ende diese Woche.
Es muss noch mit Verkehrsbehinderungen auf der Hauptstrasse zwischen Meggen und Küssnacht gerechnet werden.

scheune-abriss-resultatDie Abbrucharbeiten wurden vorerst gestoppt.

Was ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie unter „Kommentare“ mit.

burgmatt-scheune

 

8 Kommentare

  1. Wir wohnen unterhalbt des Stalls. Alle umliegenden Nachbarn wurden über diese Aktion nicht informiert. Der Durchgang (Schulweg der Kinder) und die Druchfahrt war stark beeinträchtigt, viel lärm und richtige Staubwolken breiteten sich in der Umgebung aus. Unsere Fenster waren leider offen -. Kinder kamen von der Schule nach Hause und haben geweint und fragten: „Was ist mit der schönen Schüür und den zwei netten Essel passiert“? ……. Geld regiert die Welt. Die Natur und Mitmenschen zahlen ähh zählen hier nicht. Die verantwortlichen vom Bezik sind ja auch nur Menschen, vor allem wenn es ums GELD geht. Schade!

    • Viel Staub und Wind von Verhindernern….übrigens schreibt man Esel nur mit einem s und diese wurden von den Eigentümern stark vernachlässigt!

      Übrigens alte Holzstücke kann man auch kaufen. Gruss an den Künstler.

  2. Eigentlich wollte ich mir den Abriss der Scheune zu Nutzen machen. Wollte grad vorhin, ausgerüstet mit Motorsäge, ein paar Balken holen um daraus, in meinem Atelier schöne Skulpturen zu fertigen!

    Die Bauarbeiter informierten mich dann dass ich kein Holz entnehmen darf, da inflagranti ein Baustopp angeordnet wurde…..

    Nicolas Wittwer, Bildhauer Merlischachen

  3. Auf der einen Seite ist es schade, dass die Scheune mit den Eseln weg ist. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass sie weg ist und etwas neuem Platz macht. Die Scheune war baulich in einem kritischen Zustand und während der letzten Jahre am zerfallen. Zudem stand sie mehr oder weniger leer und wurde nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. So ein Objekt zu sanieren wäre sicher immens teuer gewesen und würde kaum Sinn machen. Das Land ist schon seit geraumer Zeit eingezont/umgezont worden. Es war deshalb seit längerem abzusehen, dass die Scheune eines Tages wegkommt. Freue mich auf eine neue Überbauung und auf neue Einwohner, die das Dorf beleben.

  4. Es kommt jetzt sehr auf die Merlischacher/innen an, was sie wirklich wollen! Entweder ein Dorf mit noch einigen hübschen Gebäuden, günstigem Wohnraum für die nicht so reichen Leute und die Normalverdiener oder eben Zuzug von Wohlhabenden aus allen Ländern, Lärm, grosse Offroaders, mehr Strassenverkehr + Infrastruktur und Zerstörung von Kulturland im vom Bezirk auf der Internetseite so schön beschriebenen „Geraniendorf Merlischachen“.
    Mit meiner Flyer-Aktion vom 18.09.2014 kann nun jedermann / jede Frau selbst entscheiden: Vorort vom so „herrlich!!“ verbauten Meggen zu sein oder eben ein eigenständiges malerisches Dorf wo sich die Menschen noch wohlfühlen dürfen. Sie entscheiden – die Bauherren und Landverkäufer bereichern sich nur!

  5. Ja diese Schüür war sicherlich nicht mehr die Schönste und schon ziemlich vernachlässigt worden. Aber sie war schon prägend für das Dorfbild wenn man vom Schulhaus unten her raufsieht. Aber dies ist ja immer auch eine Geschmacksache. Trotzdem hat man hier das Vertrauen in die Behörden ziemlich strapaziert da auch keine weiteren Infos vorliegen. Am Schluss wird es dann so oder so nur eine Busse von paar Franken geben, in Anbetracht der geschätzten 50 Millionen Gewinn – ein Hohn. Dasselbe passierte übrigens auch in Meggen hinter dem Hotel Kreuz wo jetzt auch bald eine neue luxuriöse Wohnüberbauung fertig erstellt ist.
    Und verdichtetes Bauen in der Stadt ist ja ok, aber so auf dem Land und dann noch am Dorfrand – das ist an Hässlichkeit und Profitgier nicht mehr zu überbieten. Wenn es wenigstens Wohnungen für Normalsterbliche geben würde, aber es sieht so aus als würde das Preisniveau von oberhalb der Luzernerstrasse fortgesetzt. Bin nicht gegen Neues, aber in so einer Masse völlig unverständlich.

  6. Geschätzte Mitbürger/In
    Die beste Idee:
    für den Bezirk Küssnacht ein schmuckes Altersheim / Altersresidenz mit Park für unsere alternde Bevölkerung realisieren. Das ist für unsere Zukunft sehr wichtig.
    Hochachtungsvoll grüssen Seniorinnen / Senioren

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