Dieses Jahr feiert das ganze Dorf Merlischachen mit einem Festbetrieb am 31. Juli und am 1. August auf dem Seeplatz. Die jährliche Seeüberquerung von Greppen nach Merlischachen findet traditionell am 1. August dieses Jahr zum 41. Mal statt.
Freitag, 31. Juli 2026 – Bundesfeier auf dem Seeplatz
ab 18.00 Uhr
Gemütliche Festwirtschaft und Barbetrieb, grosses Festzelt auf dem Seeplatz mit musikalischer Unterhaltung
Samstag, 1. August 2026 – Volksschwimmen Tagesprogramm
Grosse Neuigkeiten für Merlischachen: Ab heute gilt im ganzen Dorf offiziell Tempo 30. Die neue Regelung wurde still, effizient und praktisch unsichtbar eingeführt – denn die Beschilderung ging beim kantonalen Tiefbauamt Schwyz leider vergessen.
Allerdings ist man in Merlischachen auf solche Überraschungen bestens vorbereitet. Fehlende Schilder, vergessene Fussgänger-Markierungen sowie kreative, fehlerhafte oder schlicht rätselhafte Signalisationen gehören hier inzwischen fast schon zum dörflichen Gesamtbild. Man könnte fast meinen, das Tiefbauamt pflege in Merlischachen einen ganz eigenen Verkehrsplan: Wer nichts signalisiert, macht auch nichts falsch.
Für zusätzliche Entschleunigung sorgt ohnehin bereits die aktuelle Gesamtkulisse im Dorf: Mehrverkehr, Burgmatt-Baustelle und eine Strasse, die stellenweise eher an eine vorsichtig zu befahrende Schmutzzone erinnert als an einen gepflegten Dorfkern. Insofern passt Tempo 30 eigentlich bestens, weniger wegen der Signalisation als aus Rücksicht auf Fahrwerk, Schuhe und Nerven.
Die Bevölkerung wird daher gebeten, ab sofort vorsorglich langsam, aufmerksam und mit einer guten Portion Humor durchs Dorf zu fahren, bis irgendwann vielleicht auch die Realität signalisiert wird.
Die Schule Merlischachen hat Eltern und Erziehungsberechtigte mit einer offiziellen Mitteilung zur „Verkehrssicherheit beim Schulhaus“ informiert. Darin wird auf die Situation im Bereich der Baustelle Burgweg hingewiesen. Die Mitteilung soll zur Orientierung beitragen und Eltern wie Kinder sensibilisieren.
Offizielle Mitteilung der Schule Merlischachen
Die Schule schreibt, dass Kinder im Bereich der „Baustelle Burgweg“ darauf hingewiesen werden sollen, „mit dem Fahrrad abzusteigen und dieses über den Fussgängerstreifen zu schieben, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.“
Weiter hält die Schule fest, dass „Baustellenfahrzeuge beim Vorwärts- bzw. Rückwärtsfahren in Richtung Luzernerstrasse“ nach Möglichkeit begleitet würden. Zudem sei „eine Person des Verkehrsdienstes (VD) vor Ort“, wobei gleichzeitig erwähnt wird, dass „ein fixer Standort jedoch nicht definiert“ sei.
Wichtige Information, aber auch ein klares Warnsignal
Dass die Schule die Eltern informiert, ist richtig und notwendig. Gleichzeitig zeigt die Mitteilung, dass die Situation beim Schulweg im Bereich Burgweg alles andere als gewöhnlich ist. Wenn wegen einer Baustelle besondere Verhaltensanweisungen nötig werden, dann ist klar, dass dort ein erhöhtes Risiko besteht.
Hinzu kommt ein besonders kritischer Vorfall Anfang Februar. Ein Betonmischer fuhr beim Fussgängerstreifen am Burgweg rückwärts knapp an drei Kindern vorbei in Richtung Kantonsstrasse. Dabei war keine Sicherheitsperson und keine begleitende Person vor Ort. Das ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem an einem Schulweg.
Die Verantwortung liegt bei der Mobimo AG
Die Schule erfüllt mit ihrer Mitteilung ihre Aufgabe. Sie informiert und sensibilisiert. Die eigentliche Verantwortung bleibt jedoch bei der Mobimo AG als Bauherrin und bei den von ihr beauftragten Unternehmen. Wer direkt an einem Schulweg baut, muss den Verkehr so organisieren, dass gefährliche Situationen gar nicht erst entstehen.
Die Schule informiert zu Recht über die Schulwegsicherheit. Doch genau diese Mitteilung zeigt auch, dass die Probleme rund um die Baustelle Burgmatt weiterhin bestehen. Die Verantwortung dafür liegt nicht bei den Kindern, sondern bei der Mobimo AG und den Verantwortlichen der Baustelle.