(Neue-LZ) Gegen des Abriss des alten Stalls auf der Burgmatt in Merlischachen wurde Beschwerde eingereicht. Diese hat der Regierungsrat nun abgewiesen. Damit wurde die Meinung des Bezirksrates, dass der Abbruch rechtmässig bewilligt ist, bestätigt.
Und im Inventar der historischen Ortsbilder der Schweiz (ISOS) sei die Scheune weder als schützenswerte Baute aufgeführt, noch sonst speziell erwähnt. Mit seinem Entscheid hat der Regierungsrat die vom Bezirksrat geäusserte Meinung, dass der Abbruch des Stalls rechtmässig erfolgt sei, bestätigt. Der Abbruchstopp gilt erst nach Rechtskraft des Regierungsratsentscheids als aufgehoben.
Montag morgen gab es in ganz Merlischachen (und in teilen von Küssnacht und Meggen) Stromunterbrüche auf dem Stromnetz von EWS/CKW. Der erste Stromausfall dauerte 15 Minuten von 7.45 – 8.00 Uhr und der zweite war um 8.15 Uhr für ungefähr eine Minute. Die Ursache war ein defektes Hochspannungskabel. Die Kirchenglocke schlug die Viertelstunden im Verlaufe des Morgens noch 15 Minuten verzögert.
Stromunterbrüchen oder aussergewöhnlichen Feststellungen können dem EWS Pikettdienst unter der Telefon Nummer 0800 335 335 gemeldet werden.
Stromunterbruch – was tun?
Herdplatten, Bügeleisen, Bohrmaschinen, PC etc. ausschalten. Diese Geräte schalten sich sonst automatisch ein, sobald der Strom wieder fliesst.
Lampen dürfen eingeschaltet bleiben und sollten, wenn der Strom wieder vorhanden ist, gefahrlos weiterfunktionieren.
Tiefkühlgeräte oder Kühlschränke müssen erst ab ca. 6 Stunden Stromausfall ausgeräumt werden. Wegen Kälteverlust sollen diese während des Stromunterbruchs nicht geöffnet werden.
Das Telefon-Festnetz funktioniert maximal 4 Stunden ohne Strom, das Mobilfunknetz kann nach 30 Minuten ausfallen.
Elektrische Geräte müssen einen Stromausfall aushalten (Produkthaftpflicht). EWS haftet nicht für Schäden.
Nach rund einer Woche hat nun endlich auch der Bezirksrat eine offizielle Meldung zum Abbruch der Trutmann Scheune veröffentlicht:
Am vergangenen Dienstag wurde mit dem Abbruch der alten Scheune bei der Burgmatt in Merlischachen begonnen. Im Zusammenhang mit dem bereits bewilligten Ausbau des Burgwegs ist auch der Abbruch der Scheune rechtskräftig entschieden. Ein Einsprecher gegen das noch hängige Bauprojekt für die Überbauung Burgmatt hat beim Regierungsrat am Dienstag eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht, verbunden mit dem Antrag auf ein Abbruchverbot für die Scheune. Aufgrund der umfangreichen und widersprüchlichen Eingaben an den kantonalen Rechtsdienst war es diesem in der kurzen Zeit nicht möglich zu klären, ob der Abbruch zu Recht erfolgte oder nicht. Deshalb hat das Sicherheitsdepartement am Mittwochmorgen eine „Vorsorgliche Massnahme“ getroffen, und ein vorläufige Abbruchverbot erlassen. Die Parteien und der Bezirk sind nun eingeladen, die zur Klärung der Rechtslage relevanten Unterlagen einzureichen. Erst anschliessend wird der Regierungsrat über die Rechtmässigkeit des Abbruchs entscheiden.
Wer am Dienstag morgen durch das Dorf Merlischachen fuhr staunte nicht schlecht als um 8 Uhr die Bagger der Firma Küttel auffuhren und die alte Scheune der Familie Trutmann abgerissen wurde. Pikant: Der Stall hätte noch in die Liste „Inventar der schätzenswerten Ortsbilder der Schweiz“ (ISOS) aufgenommen werden sollen. So weit kam es nicht mehr.
Trutmann Stall Merlischachen während der Abbrucharbeiten am 16.09.2014
Die Familie Trutmann bzw. die Zürcher Immobilienfirma Mobimo – welche schon des öfteren umstrittene Bauvorhaben an anderen Orten durchgeboxt hatte – haben in Windeseile die Abbruchbewilligung vom Bezirk Küssnacht erhalten und heute den Stall dem Erdboden gleichgemacht. Interessant ist auch die Tatsache, dass auf dieser neuen Überbauungsfläche „Burgmatt“ noch rund 30 Einsprachen hängig sind. Weder die Nachbarn noch die Einsprecher wurden informiert und so war die Überraschung heute morgen gross – auch weil der Durchgangsverkehr nicht mehr gewährleistet werden konnte. Ein seriöser Eindruck und Professionalität eines Bauvorhabens sieht anders aus. Das Baugesetz wurde heute im Bezirk Küssnacht erneut mit den Füssen getreten – oder passender: Mit der Abrissbirne geschwungen.
Die Abbrucharbeiten dauern noch bis Ende diese Woche.
Es muss noch mit Verkehrsbehinderungen auf der Hauptstrasse zwischen Meggen und Küssnacht gerechnet werden.
Die Abbrucharbeiten wurden vorerst gestoppt.
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